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Die EVP lanciert die Doppelinitiativen „Riehen – gib dem Grün eine Chance I und II“

Die EVP war wesent­lich an der Grün­er­hal­tung des Moost­als betei­ligt. Jetzt geht es um das Grün im Sied­lungs­ge­biet! Mit dem Ziel, unser «gros­ses grü­nes Dorf» auch in Zei­ten bau­li­cher Ver­dich­tung zu erhal­ten, lan­ciert die EVP die Dop­pe­l­in­itia­ti­ven «Rie­hen – gib dem Grün eine Chance I und II».

Die Aus­gangs­lage

Dank sei­nen zahl­rei­chen Grün­flä­chen in Park­an­la­gen, Alleen und Pri­vat­gär­ten gilt Rie­hen zu Recht als das „grosse grüne Dorf“. Die bau­li­che Ver­dich­tung führt aber auch bei uns zu einem Ver­lust der Durch­grü­nung im Sied­lungs­ge­biet. Dabei wird das Grün gerade jetzt immer wich­ti­ger: die starke Durch­grü­nung trägt nicht nur optisch, son­dern - gerade an heis­sen Som­mer­ta­gen - durch ihre küh­lende Wir­kung auch zum Wohl­be­fin­den von uns Ein­woh­nern bei. Die kürz­li­che Schät­zung des BFS, wonach im Hit­zesom­mer 2005 in der Schweiz etwa 500 zusätz­li­che Todes­fälle zu bekla­gen waren, zeigt die Bedro­hung durch som­mer­li­che Hitze beson­ders deut­lich. Wir kön­nen gegen die glo­bale Kli­ma­er­wär­mung lei­der nur wenig tun, was unmit­tel­bar Wir­kung zei­ti­gen würde. Auf der loka­len Ebene dage­gen kön­nen wir das Mikro­klima im Sied­lungs­ge­biet durch­aus ver­bes­sern, indem wir der Pflege und Bepflan­zung von Grün­an­la­gen best­mög­li­che Sorge tra­gen. Umso wich­ti­ger sind die unver­züg­li­che, kon­se­quente Aus­schöp­fung des der Gemeinde zur Ver­fü­gung ste­hen­den Gestal­tungs­frei­raums sowie die Durch­set­zung und Kon­kre­ti­sie­rung der gesetz­li­chen Mög­lich­kei­ten zur Erhal­tung der Durch­grü­nung.

 

Wie geben wir dem Grün eine Chance? 

  • Das Leit­bild Rie­hen 20162030 ent­hält expli­zit das Ziel, „die Qua­li­tät der his­to­ri­schen Park­an­la­gen und deren Erho­lungs­wert für die Bevöl­ke­rung zu erhal­ten“.  Zur Zeit sind aber nicht ein­mal unsere wich­tigs­ten Park­an­la­gen pla­nungs­recht­lich gesi­chert: sie sind gröss­ten­teils im Zonen­plan bloss als Grün­an­la­gen aus­ge­wie­sen und somit vor Über­bau­ung unge­nü­gend geschützt.
  • Die his­to­ri­schen Park­an­la­gen sind in der ICO­MOS­Gar­ten­liste (ICO­MOS = Inter­na­tio­nal Coun­cil on Monu­ments and Sites) auf­ge­führt, was die Emp­feh­lung für einen wei­ter­ge­hen­den Schutz ein­schliesst.
  • Gemäss dem kan­to­na­len NLG (§9 Abs. 2b)) kann die zustän­dige Behörde zur Ein­bin­dung der Natur in eine Über­bau­ung eine ent­spre­chende Lebens­raum­ge­stal­tung durch Bepflan­zung zur Auf­lage machen. Dafür braucht die Gemeinde aber drin­gend ein Kon­zept, z.B. durch eine weit­ge­hende Erhal­tung beste­hen­der oder kli­ma­ge­rech­ter Neu­an­pflan­zung von Bäu­men und Sträu­chern.
  • die Gemeinde ist gemäss §9 Abs. 1 des kan­to­na­len Natur und Landschaftsschutz-Gesetzes eben­falls ver­pflich­tet, bei mög­li­cher Beein­träch­ti­gung von schüt­zens­wer­ten Natur­ob­jek­ten eine Inter­es­sens­ab­wä­gung vor­zu­neh­men. Wir for­dern die Ein­hal­tung die­ses Geset­zespa­ra­gra­phen mit­tels geeig­ne­ter Mass­nah­men ein.
  • Gemäss Baum­schutz­ge­setz (§11) ist die Gemeinde ver­pflich­tet, in Gebie­ten mit gerin­gem Baum­be­stand im Baum­schutz­ge­biet geeig­nete, unbe­baute Flä­chen nach Mög­lich­keit mit Bäu­men zu bepflan­zen. Hier muss sich die Gemeinde mehr enga­gie­ren dies könnte z.B. durch Neu­an­lage von Alleen gesche­hen.
  • Weil bei Stras­sen oder Infra­struk­tur­sa­nie­run­gen Ersatz­pflan­zun­gen kei­nen voll­wer­ti­gen Ersatz für alten Baum­be­stand bil­den, müs­sen Sanie­run­gen so geplant wer­den, dass min­des­tens alte Bäume mit einem gewis­sen Stamm­um­fang erhal­ten blei­ben kön­nen.