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Sexarbeit von Ukraine-Geflüchteten: Schutz vor möglicher Ausbeutung

EVP-Grossrat Tho­mas Widmer-Huber will geflüch­tete Ukrai­ne­rin­nen vor einer mög­li­chen sexu­el­len Aus­beu­tung schüt­zen. Er ver­langt im Rah­men einer Inter­pel­la­tion vom Regie­rungs­rat ent­spre­chende Ant­wor­ten.

Ukrai­ne­rin­nen und Ukrai­ner sol­len in der Schweiz mög­lichst rasch arbei­ten kön­nen, dank dem Schutz­sta­tus S kön­nen sie unkom­pli­ziert in den Arbeits­markt inte­griert wer­den. Dafür ist eine behörd­li­che Bewil­li­gung nötig. Wie zu erfah­ren war, ertei­len einige Kan­tone keine Bewilli­gungen dafür, wenn Per­so­nen mit Sta­tus S Geld mit Sex­ar­beit ver­die­nen möch­ten (u.a. Zürich). Zürich begrün­det seine Pra­xis damit, dass es die beste­hende Bewil­li­gungs­pflicht beim Sta­tus S den Kan­to­nen eben gerade erlaubt, die betrof­fe­nen Per­so­nen vor einer mög­li­chen Aus­beu­tung zu schüt­zen.

Der Bun­des­rat hielt in sei­ner Ant­wort auf die Motion der EVP-Nationalrätin Mari­anne Streiff fest: «Pro­sti­tu­tion ist kein Beruf wie jeder andere und darf nicht bana­li­siert wer­den. Sie erfolgt oft aus einer öko­no­mi­schen oder sozia­len Not­lage her­aus.». Dies begüns­tigt die sexu­elle Aus­beu­tung.

Dass Pro­sti­tu­tion kein Beruf wie jeder andere ist, zeigt sich auch am Umstand, dass Frauen beim Sex mit Frem­den grosse gesund­heit­li­che Risi­ken ein­ge­hen. Neben der kör­per­li­chen Erschöp­fung und Ver­let­zun­gen im Geni­tal­be­reich haben viele Frauen mas­sive psy­chi­sche Lei­den. Man­che neh­men Alko­hol, Dro­gen oder Medi­ka­mente, um ihre Situa­tion irgend­wie aus­zu­hal­ten.

Des­halb fragt der Rie­he­ner EVP-Grossrat Tho­mas Widmer-Huber den Regie­rungs­rat, wie Basel-Stadt Bewil­li­gun­gen von Sex­ar­beit von Frauen mit Sta­tus S hand­habt, und ob bzw. wie Frauen, die gefähr­det sind, neu in die Sex­ar­beit ein­zu­stei­gen, unter­stützt wer­den, eine andere Arbeit zu fin­den.