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Unvollständige Verkehrsunfallstatistik

EVP-Grossrat und Poli­zist Chris­toph Hoch­uli for­dert in einem Vor­stoss, dass die Ver­kehrs­un­fall­sta­tis­tik zukünf­tig voll­stän­di­ger erstellt wird. Es sol­len neu auch alle Ver­kehrs­un­fälle in der Sta­tis­tik abge­bil­det wer­den, wel­che mit einem Euro­päi­schen Unfall­pro­to­koll auf­ge­nom­men wur­den. Dadurch könn­ten wei­tere Ver­kehrs­un­fall­schwer­punkte ermit­telt und Prä­ven­ti­ons­mass­nah­men getrof­fen wer­den.

Die aktu­elle Ver­kehrs­un­fall­sta­tis­tik des Kan­tons Basel-Stadt zeigt erfreu­li­cher­weise, dass die Anzahl Ver­kehrs­un­fälle im Jahr 2021 wie in den ver­gan­ge­nen Jah­ren leicht abge­nom­men hat. Der Schein trügt aller­dings, denn in der Ver­kehrs­un­fall­sta­tis­tik sind nur die poli­zei­lich rap­por­tier­ten Ver­kehrs­un­fälle ent­hal­ten. Wenn die Unfall­be­tei­lig­ten hin­ge­gen – mit oder ohne Bei­zug der Poli­zei – ein Euro­päi­sches Unfall­pro­to­koll (EUP) aus­ge­füllt hat­ten, erschie­nen diese Ver­kehrs­un­fälle in der Ver­kehrs­un­fall­sta­tis­tik der Kan­tons­po­li­zei Basel-Stadt und auch in der schwei­ze­ri­schen Ver­kehrs­un­fall­sta­tis­tik des ASTRA nicht.

In der Ver­kehrs­un­fall­sta­tis­tik erschei­nen also sehr viele Ver­kehrs­un­fälle über­haupt nicht. Wenn alle Ver­kehrs­un­fälle in der Sta­tis­tik abge­bil­det wür­den, wäre diese voll­stän­di­ger und aus­sa­ge­kräf­ti­ger. Es gibt viele Unfälle, bei denen ein EUP aus­ge­füllt wird, wo gros­ser Sach­scha­den an Fahr­zeu­gen ent­stan­den ist und wo auch Per­so­nen hät­ten ver­letzt wer­den kön­nen. Mit den zusätz­li­chen EUP-Unfalldaten könn­ten wei­tere Ver­kehrs­un­fall­schwer­punkte ermit­telt und ent­spre­chende Mass­nah­men zur Ver­hin­de­rung von Ver­kehrs­un­fäl­len getrof­fen wer­den.